Seit Sonntag, den 15. November laufen die Besetzungen an der JLU Gießen in Zuge des Bildungsstreiks. Aktuell sind am Philosophikum II Häuser A, B, D, E und H geschlossen, Haus G offen besetzt und am Philosophikum I weiterhin Haus C und der Hörsaal A1 vereinnahmt. Im Zuge der laufenden Verhandlungen mit dem Präsidium hat sich die zuletzt offene Besetzung des Chemischen Hörsaals am Montag, den 30. November 2009 – „entsetzt“. Weitere eventuelle „Entsetzungen“ werden auf www.protest-giessen.de bekannt gegeben.
Erklärung Lehrender der Goethe-Universität Frankfurt zum Vorgehen des Präsidiums gegen die Alternativveranstaltungen im Rahmen des Bildungsstreiks und die Räumung des Casinos des IG Farben-Hauses
Der Streik und die Proteste der Studierenden zeigen, dass es an den Hochschulen fünf vor Zwölf steht. Die GEW teilt die grundlegende Kritik der Studierenden am Bologna-Prozess und ihre Forderungen nach mehr Selbstbestimmung im Studium, Gebührenfreiheit von Bildung, freiem Hochschulzugang und tariflicher Absicherung der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte.
Das seit Montag durch Studierende besetzte Casino des IG-Farben-
Campus der Goethe-Uni wurde polizeilich geräumt. Am Abend betrat unerwartet der Präsident der Goethe-Uni, Prof. Müller-Esterl, das Casino und forderte die ca. 200 sich derzeitig im Casino befindenden Besetzer_innen auf, das Gebäude zu verlassen, andernfalls drohe die Räumung.
Seit einer Woche haben Studierende begonnen, zentrale Hörsäle in Hochschulen wie Potsdam, Münster, Heidelberg, Marburg, München, Paderborn, Darmstadt, Mönchen-Gladbach, Greifswald, Dresden und Tübingen zu besetzen. Weitere Besetzungen sind geplant. Der Bundesweite Bildungsstreik hat damit eine neue Qualität erreicht. Dies zeigt, dass die Betroffenen sich weiterhin wehren und für eine freie, selbstbestimmte Bildung zu kämpfen bereit sind.
Nachdem im vergangenen Sommer mehr als 270000 Menschen in ganz Deutschland im Zuge des Bildungsstreiks gegen die Missstände im Bildungssystem protestierten, breiten sich die in Österreich aufgeflammten Proteste in den letzten Tagen international aus. Insgesamt wurden mehr als 30 Hochschulen besetzt, davon allein 24 in Deutschland.
Die Forderungen umfassen sowohl konkrete Veränderungen im Hochschulsystem, die unter dem Schlagwort "Bologna-Prozess" die Neufassung der Studiengänge zu einem einheitlichen Bachelor-/Master-System betreffen, als auch gemeinsam mit SchülerInnen, Lehrenden und Erziehenden entwickelte Verbesserungen mit sozialer Tragweite: freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion, Übernahme in den Ausbildungsberuf und Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.
Nachdem im vergangenen Sommer mehr als 270000 Menschen in ganz Deutschland im Zuge des Bildungsstreiks gegen die Missstände im Bildungssystem protestierten, breiten sich die in Österreich aufgeflammten Proteste in den letzten Tagen international aus. Insgesamt wurden mehr als 30 Hochschulen besetzt, davon allein 24 in Deutschland.
Die Forderungen umfassen sowohl konkrete Veränderungen im Hochschulsystem, die unter dem Schlagwort "Bologna-Prozess" die Neufassung der Studiengänge zu einem einheitlichen Bachelor-/Master-System betreffen, als auch gemeinsam mit SchülerInnen, Lehrenden und Erziehenden entwickelte Verbesserungen mit sozialer Tragweite: freie Entfaltung in der Bildung statt Leistungsdruck und frühzeitiger Selektion, Übernahme in den Ausbildungsberuf und Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.
Am 2. Tag unserer Besetzung wurde uns das Ultimatum gestellt, dass Gebäude bis spätestens 22 Uhr restlos zu räumen, andernfalls würde das die Polizei übernehmen. Im Gespräch mit der Hochschulleitung konnte jedoch ein Kompromiss erzielt werden.
Am 2. Tag unserer Besetzung wurde uns das Ultimatum gestellt, dass Gebäude bis spätestens 22 Uhr restlos zu räumen, andernfalls würde das die Polizei übernehmen. Im Gespräch mit der Hochschulleitung konnte jedoch ein Kompromiss erzielt werden.
Am Mittwoch fanden im Rahmen des Bildungsstreiks in mehr als 100 Städten Demonstrationen statt. Insgesamt wurde eine Teilnehmerzahl von geschätzt 273480 erreicht. In vielen Städten kamen Studierende und SchülerInnen in Begleitung von Eltern, LehrerInnen und ProfessorInnen.