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News / 28. May 2009 - 00:20 Uhr

AStA der UdS: Vertrag zur Abschaffung von Studiengebühren

Euro Geldscheine

Weniger als hundert Tage vor der Landtagswahl machte der AStA der Universität des Saarlandes heute den KandidatInnen von SPD, Die.LINKE und Bündnis 90/Die Grünen einen Vertragsvorschlag. Dieser beinhaltete, dass sich die zukünftigen Fraktionen im Falle einer Regierungsbeteiligung verpflichten innerhalb von 100 Tagen die Studiengebühren abzuschaffen. Andernfalls leistet jede® unterzeichnende Abgeordnete und jedes unterzeichnende Regierungsmitglied pro Semester eine Spende in Höhe der Studiengebühr an den “Hilfsfonds für unverschuldet in Not geratene Studierende” des Studentenwerks.

“Den Worten müssen auch Taten folgen” erklärte Daniel Werner, AStA-Vorsitzender der Universität des Saarlandes den Vorschlag des AStAs. Die Abschaffung der Studiengebühren sei das zentrale Thema der Studierendenschaft im Zusammenhang mit der Landtagswahl, dementsprechend stießen die Versprechen von SPD, Die.LINKE und Bündnis 90/Die Grünen auf reges Interesse. “Wir möchten aber nicht, dass dieses Thema nur im Wahlkampf angesprochen wird”, so Waël Hamdan, ebenfalls AStA-Vorsitzender, "jetzt müssen die Parteien zeigen, wieviel Inhalt in ihren Wahlkampfparolen steckt."

Bei den bisherigen Gesprächen zwischen AStA und Landtagsfraktionen waren letztere diesem Vorschlag gegenüber sehr positiv eingestellt. "Wir sind gespannt, wie die Kandidaten und Fraktionen nun reagieren werden."

“Die Studiengebühren gehören abgeschafft”, fordert Daniel Koster, Referent für Studienfinanzierung. “Und falls nicht, können wir wenigstens denjenigen helfen, die am dringendsten finanzielle Unterstützung brauchen,” so Koster abschließend.

Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.
(Joseph Pulitzer)