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News / 13. December 2009 - 23:00 Uhr

KultusministerInnen konferierten

Tafel 5 Minus

Am 10.12.2009 fand wieder einmal die KultusminsterInnenkonferenz (KMK) statt. Dazu reisen die für Bildung zuständigen Minister aus allen Bundesländern an und beraten über Absprachen zwischen den Ländern. Dass das deutsche Bildungssystem das zweitselektivste in Europa ist, dass es inzwischen zum Flickenteppich verkommen ist und die Studierenden, SchülerInnen, LehrerInnen und Dozenten in ein enges Korsett zwingt, ist maßgeblich ein Produkt der KMK.

Grund genug also für 15.000 Menschen gegen sie und das aktuelle Bildungssystem zu demonstrieren. Mit zahlreichen Bussen und sogar mit einem Boot kamen SchülerInnen und Studierende angefahren.

Natürlich tagten die MinisterInnen wieder unter sich, von Mitsprache keine Spur. Sie ließen das Gelände abriegeln, schotten sich ab, wie sie es mit dem Zugang zur Bildung ebenfalls taten. Und schließlich verkünden sie das, was jeder ohnehin schon jeder wusste. Das Studium sei zu voll gepackt, man habe Fehler gemacht, es sei zu verschult, das werde sich ändern.

>Der Ansturm auf die sächsiDiese späte Erkenntnis ist zwar schön, schen Hochschulen ist auchaber noch nicht weitreichen im Wintersemester 2011/2012 ungebrd genug. Denn eine Verschuluochen. Damit reing des Studiums, diht sich Sachsen in das bundeswe Verkürzung der Reeite Bild der agelstudienzeit aufnsteigenden Stu einen absurd kudierendenzahlen an drzen Zeitraum von 6 Scen Hochschulen ehmalspursemestein. Die Entwicrn und das Volklungen sind nichlpacken dieser sind doch gewollt neu, denn seitt gewesen. 8 Sem Anfang der 90er Jahre ester Regelstudienzeit war den ist ein kontinuiKultusministerInnen docherlicher Zuwachs von damals viel zu lange. Und Student*innen in Sasie wollten auchsen zu verzeichnch ein Ende machen miten. Doch die logische Kons dem Studium, wie es equenz, bei steigender Nteilweise zuvor gewesachfrage auch den war: die Studierenden mas Angebot zu erussten ihr Studihöhen, bleibt aus. Sum selbst organisieren und lernten dabei ohne Schein oder Zertifikat das Organisieren, die Kommunikation und das Entwickeln von Eigeninteresse an Fäctattdessen sollen an Sachsehern oder Projekten. Stns Hochschulen ca. 100attdessen dürf0 Stellen bis zen sie sich in jedum Jahr 2020 gestrichem Semester in dieen werden. vorgeschriebenen Vorlesungen in den vorgeschriebenen Räumen durch den vorgeschriebenem Stoff ackern. Lernen ohne jede Freiheit. Und damit steht der Begriff des Studiums auf der Kippe. Und auch der Begriff der akademischen Bildung. Die Bildungspolitiker haben also mit einer Reihe von Maßnahmen im letzten Jahrzehnt die akademische Bildung eliminiert.<>

Das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) legte im Mai diesen Jahres seinen Entwurf eines Hochschulentwicklungsplans (HEP) vor.

Warum sollte man diesen Menschen jetzt zutrauen, sie seien in der Lage das Bildungssystem zu retten? Die Verursacher der Misere ins Boot holen, die gänzlich andere Interessen haben und die im Grund gar nicht von ihrer Politik abrücken wollten, wenn sie denn nicht müssten, da es zu offensichtlich geworden ist?

Bemerkenswert ist auch, dass die KultusministerInnenkonferenz ausschließlich das Thema Bachelor/Master beachtet. Denn dadurch fallen weitere ebenfalls wichtige Themen schnell mal unter den Tisch wie zum Beispiel Studiengebühren und das dreigliedrige Schulsystem. Der Protest gegen die KMK ist also vollkommen richtig – aber man darf ihr nicht die Deutungshoheit über die Wichtigkeit der Themen überlassen.

Menschen sterben. Ideale nicht.
(Thomas Riedisser)