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News / 25. March 2010 - 23:00 Uhr

Land Hessen kürzt Hochschuletats um 30 Millionen Euro

Kaputtgespart

Die hessische Bildungsministerin Kühne-Hörmann stellte heute den Hochschulpakt 2011-2015 vor. Darin enthalten sind eine Kürzung von 30 Millionen Euro im Jahr 2011. Da die Hochschulen über Rücklagen von 250 Millionen Euro verfügen sollen, sei ihrer Meinung nach die Kürzung vertretbar.

Es ging der CDU also nie um eine Erhöhung der Mittel an Hochschulen und Universitäten wie sie es bei der Einführung von Studiengebühren in den Jahren 2003 und 2006 immer wieder propagiert hatte. Stattdessen werden den Hochschulen Stückchen für Stückchen die staatlichen Mittel entzogen und sie im Gegenzug dazu verpflichtet, sich selbst um die Einnahmen zu kümmern – sogar so sehr, dass ProfessorInnen mehr Zeit für die Drittmitteleinwerbung als für die Lehre einsetzen. Die Ministerin spricht bei der Kürzung von 30 Millionen Euro von einem Solidaritätsbeitrag – ein Wort, das sie wohl einfach nicht verstanden hat.

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Ich würde, auf die Gefahr hin, daß sie mich einen Philosophen schelten, der ich nun einmal bin, sagen, daß die Gestalt, in der Mündigkeit sich heute konkretisiert, die ja gar nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann, weil sie an allen, aber wirklich an allen Stellen unseres Lebens überhaupt erst herzustellen wäre, daß also die einzige wirkliche Konkretisierung der Mündigkeit darin besteht, daß die paar Menschen, die dazu gesonnen sind, mit aller Energie darauf hinwirken, daß die Erziehung eine Erziehung zum Widerspruch und zum Widerstand ist.
(Adorno, T. W. - Erziehung zur Mündigkeit)