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News / 21. April 2010 - 22:00 Uhr

Neue Präsidentin an der Uni Marburg

Marburgs Unipräsidentin Katharina Krause

Heute um 15:00 Uhr findet die Amtseinführung der neuen Präsidentin der Universität Marburg statt. Studierende wollen bei dieser Veranstaltung ein Zeichen gegen die geplante Kürzung von mindestens 30 Millionen Euro setzen. Gerade im Amt macht sich Frau Krause durch eine universitätsweite Haushaltssperre und einen Einstellungsstopp beliebt.

Die stellvertretende Vorsitzende des Marburger AStAs, Josephine Bergmeier begründet die Protestaktion: „Das Haushaltsloch der Philipps-Universität beträgt bereits jährlich 2,5 Millionen Euro. Weitere Kürzungen würden also zu einem jährlichen Defizit von mindestens 9 Millionen Euro führen. Da ca. 80% der universitären Ausgaben Personalkosten sind, ist es offensichtlich, an welchen Stellen zuerst gekürzt werden wird. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ihre Rechnung jedoch ohne die Studierenden gemacht. Wie bei der Einführung der Studiengebühren werden wir wütenden, kreativen und erbitterten Widerstand leisten!“

Die Universitätspräsidentin hält es, ähnlich wie andere hessische Hochschulpräsidien, für unausweichlich, die Gelder aus der Verbesserung von Studium und Lehre dafür einzusetzen. Für Studierende ist es ein Nullsummenspiel. Die zusätzlichen Gelder werden den hessischen Hochschulen nach kurzer Zeit wieder weggenommen. Damit haben die Befürworter von Studiengebühren bewiesen, dass es ihnen bei deren Einführung nie um die finanzielle Verbesserung von Studium und Lehre ging, wie sie es propagierten.

Die Landesregierung rechtfertigt ihre Kürzungen auch damit, dass die Hochschulen über Rücklagen verfügen, die sie ja aufbrauchen können. Verschwiegen wird dabei jedoch, dass es bestimmte Haushaltsmittel gibt, die gar nicht verbraucht werden können.

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