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News / 28. March 2010 - 22:00 Uhr

Stoppt das System Lenzen

Hochschulwahl - geh wählen!

Die Hinterzimmer-Vorbereitungen für die anstehende Präsidentschaftswahl am 12.05.2010 laufen auf Hochtouren. Gleichzeitig findet ein gremien- und statusgruppenübergreifendes demokratisches Verfahren statt, um den Ruf der Klüngelei loszuwerden. Wie sich zunehmend zeigt, dient dieses Verfahren lediglich der Legitimationsbeschaffung und wird von AS-Mitgliedern als Farce angesehen.

Es war der 25.11.2009, ein Tag bevor sich Dieter Lenzen in Hambug als Präsidentschaftskandidat vorstellte. In der Sitzung des Akademischen Senats der FU Berlin war er nicht anwesend – krankheitsbedingt, wie die Erste Vizepräsidentin Ursula Lehmkuhl versicherte. Auf die Frage, ob sie oder das Präsidium von seiner bevorstehenden morgigen Kandidatur in Hamburg wisse, verneinte sie, darüber habe sie keinerlei Informationen. Einen Tag später wurde er in Hamburg gesehen, “alive and kicking”, wie sich eine Hamburger Studentin ironisch ausdrückte, eine Vortages-Erkrankung sei ihm nicht anzusehen gewesen. Empfangen wurde er von 1000 Studierenden, die sich für ein demokratisches und offenes Wahlverfahren und gegen Lenzen als neuen Präsidenten aussprachen.

Es waren Erfahrungen wie diese, die den Akademischen Senat sowie das Kuratorium der FU Berlin veranlassten, die Kandidat_innen-Suche transparenter zu gestalten. Eine “Papst-Wahl”, wie das Hamburger Verfahren von Medien genannt wurde, sollte es nicht geben. Eine Verfahrens-Roadmap wurde daher erstellt und für die Bewerbungen eine Sichtungskommission aus Mitgliedern des Akademischen Senats sowie des Kuratoriums ins Leben gerufen. Nach rein sachlichen Kriterien sollten den Gremien Vorschläge zur Einladung der Bewerber_innen vorgelegt werden, versuchte Prof. Kunig studentische AS-Mitglieder zu beruhigen, die an der Sichtungskommission frühzeitig Kritik übten. Die Kommission wurde zusammengestellt aus 6 AS-Mitgliedern und 2 Kuratoriumsmitgliedern sowie dem Kuratoriumsvorsitzenden. Von 9 Personen wurde nur ein Student zugelassen, ein Zusammensetzungsverhältnis, das es in dieser Form viele Jahre nicht gegeben hat.

Und die Sichtungskommission produzierte ein Ergebnis: von 14 Bewerber_innen – so war aus Gremienkreisen über die nichtöffentliche Debatte zu vernehmen –

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