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Pressemitteilung / 29. April 2010 - 22:00 Uhr

Fachhochschulen gegen Kürzung des Hochschulbudgets

Hochschule kaputtgespart

Die Konferenz hessischer Fachhochschulpräsidien (KHF) sieht durch die Kürzungspläne der Landesregierung ernsthafte Störungen des Lehrbetriebs auf sich zukommen. Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne- Hörmann hatte heute bekannt gegeben, dass das jährliche Budget der Hochschulen des Landes ab 2011 bei weiterhin niedrigen Steuereinnahmen um 30 Millionen reduziert werden soll.

Damit werde von dem politischen Grundsatz abgewichen, den Bildungssektor von Haushaltskürzungen auszunehmen, sagte der KHF-Vorsitzende Prof. Dr. Günther Grabatin. Für die Fachhochschulen bedeute dies, dass sie ihren Weg der stetigen Verbesserung der Lehre nicht wie geplant weiter gehen könnten. Einzelne Fachhochschulen sähen sich sogar in ihrer Grundsubstanz unmittelbar gefährdet. Grabatin verwies zudem auf die seit Jahren steigenden Studierendenzahlen an den anwendungsorientierten Fachhochschulen in Hessen. „Mit einem sinkenden Budget werden wir auch der großen Zahl der Studienanfänger, die wir vor allem wegen der doppelten Abiturjahrgänge in den nächsten Jahren erwarten, keine angemessenen Studienbedingungen bieten können. Wir brauchen die bestmögliche akademische Ausbildung auch deshalb, weil die deutsche Wirtschaft auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen ist, wenn sie im Wettbewerb bestehen will“, sagte Grabatin.

Der KHF-Vorsitzende kündigte an, um eine angemessene finanzielle Ausstattung der Hochschulen kämpfen zu wollen. „Die hessischen Fachhochschulen werden das Gespräch mit der Ministerin suchen und im Sinne unserer Studierenden alles daran setzen, dass die Kürzungen nicht Wirklichkeit werden“, so Grabatin. In der Konferenz hessischer Fachhochschulpräsidien sind die fünf staatlichen Fachhochschulen (Hochschule Darmstadt, Fachhochschule Frankfurt, Hochschule Fulda, Fachhochschule Gießen-Friedberg, Hochschule Rhein-Main) vertreten. Gießen, 26. März 2010

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Wer also auf das Politische Mandat verzichtet, macht sich zum Sachverwalter der Autorität, akzeptiert das ihm zugewiesene Ghetto und bietet der Gesellschaft die Möglichkeit, die Universität nach Belieben zu manipulieren. Mit dem Lockruf nur und ausschließlich die Interessen der Studenten vertreten zu wollen, ziehen diese trojanischen Pferde als fünfte Kolonne der Obrigkeit in die studentische Selbstverwaltung ein, wo sie mit Bienenfleiß alles verwalten, ohne etwas zu ändern.
(Bonner AStA-Zeitung 66/67)