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Pressemitteilung / 21. April 2010 - 22:00 Uhr

Krönung mit Kürzungen

Bildnachweis: complize / photocase.com

Zur öffentlichen Amtseinführung der neuen Uni-Präsidentin Frau Krause und Verabschiedung des alten Präsidenten Nienhaus lädt der AStA-Marburg am Donnerstag den 22.04.2010 um 15:00 Uhr alle Studierenden in die Aula der Alten Universität ein. Zusammen soll ein Zeichen gegen die geplante 30-Millionen-Euro-Kürzung an Hochschulen in Hessen gesetzt werden. Als Reaktion auf die Kürzungen hat Frau Krause bereits eine Haushaltssperre und einen Einstellungsstopp verordnet.

Neben der AStA-Vorsitzenden Stefanie Fritz, die im Namen der Studierenden spricht, wird die Hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (FDP), die maßgebliche Verantwortung für die Kürzungen trägt, anwesend sein und zum sogenannten „Festakt“ reden. Vor der Alten Universität wird es eine Protestkundgebung von Studierenden und anderen Betroffenen geben, die sich an die Ministerin und die Landesregierung richten wird.

Die Landesregierung plant im Zuge des neuen Hochschulpakts (zwischen Hochschulen und Landesregierung) hessenweit Kürzungen in Höhe von etwa 30 Mio. Euro jährlich. Allein an der Philipps-Universität Marburg wird es demnach Kürzungen von 5 Millionen Euro geben. Dazu kommen noch die Haushaltslöcher der hessischen Universitäten.

Stefanie Fritz (AStA-Vorsitzende): „Die von Frau Kühne-Hörmann für unsere Universität und Studierenden vorgesehenen Kürzungen bedrohen in hohem Maße die Qualität der Lehre. Frau Prof. Krause ist zwar nicht durch ein demokratisches Gremium unter Beteiligung aller Statusgruppen der Universität gewählt. Dennoch hoffen wir, dass sie Rückgrat beweist und sich gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeiter_innen der Universität gegen die Pläne der Landesregierung stark macht.

Josephine Bergmeier (Stellvt. AStA-Vorsitzende): „Das Haushaltsloch der Philipps-Universität beträgt bereits jährlich 2,5 Millionen Euro. Weitere Kürzungen würden also zu einem jährlichen Defizit von mindestens 9 Millionen Euro führen. Da ca. 80% der universitären Ausgaben Personalkosten sind, ist es offensichtlich, an welchen Stellen zuerst gekürzt werden wird. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ihre Rechnung jedoch ohne die Studierenden gemacht. Wie bei der Einführung der Studiengebührenwerden wir wütenden, kreativen und erbitterten Widerstand leisten!“

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