Viel Kritisches wurde bereits zum Studienkredit geäußert. Hier findet man eine genaue Berechnung, wie viel Zinsen anfallen und wie hoch die Verschuldung ist. Aber ACHTUNG: Die Zinsen werden steigen, daher sind die berechneten Zahlen eher zu niedrig gegriffen.
Zum Sommersemester 2006 startet die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Studienkredit von bis zu 650 Euro pro Monat. Bereits im letzten Jahr haben mehrere private Banken spezielle Kreditangebote für Studierende aufgelegt. Sie werben offensiv mit Hochglanzbroschüren für ihre „Finanzlösungen für ein erfolgreiches Studium“. Doch die Angebote bringen für Studierende erhebliche finanzielle Risiken mit sich. Studienkredite sollen die Einführung von allgemeinen Studiengebühren flankieren und den Ausstieg aus der Ausbildungsförderung nach dem BAföG vorbereiten.
Jedes Bundesland, das Studiengebühren eingeführt hat, hat auch ein Darlehenssystem eingeführt, damit diese Studiengebühren "nachlaufend" finanziert werden können. Hier soll am Beispiel des Kreditmodells im Saarland verdeutlicht werden, wie weit man sich dabei verschulden kann
Wer sich Studiengebühren nicht leisten kann, bewerbe sich um ein Stipendium? So er oder sie nur "gut" wäre, bekäme man dieses dann auch? "Leistung" würde belohnt? Unabhängig von Herkunft und sozialer Situation? - Widerspruch! Wie auch andernorts im deutschen Bildungssystem spielt die "soziale Herkunft" eine entscheidende Rolle für die mit einem Stipendium verbundene "Bildungschance".
Vor und bei Einführung von Studiengebühren hatte die Politik ein umfassendes Stipendiensystem versprochen. Dieses gibt es bis heute nicht: Geschätzte 40.000 der zwei Millionen Studierenden erhalten ein Stipendium, wahrscheinlich weniger als die Hälfte hiervon ein BAföG-adäquates. Ein großer Teil der wenigen Geförderten stammt dabei aus Familien mit hoher Einkommenssituation. Grund genug für unseren stipendiatischen Autor, zu argumentieren: Diese Stipendienpraxis ist anti-sozial und elitär - die Stipendiengelder wären in einer deutlichen BAföG-Erhöhung besser angelegt.
Bislang wurden Eltern vom Staat mit dem Kindergeld unterstützt. Familien mit „Kindern in Schule und Ausbildung“ erhielten diese Beihilfe bis zum 27. Lebensjahr ihrer in der Ausbildung befindlichen Kinder. Nun plant die Bundesregierung, diese „staatlichen Hilfen für Familien“ zu verkürzen und das Kindergeld künftig nur noch bis zum 25. Lebensjahr der Kinder zu gewähren. Mit dem Kindergeldanspruch entfallen jedoch automatisch noch weitere Leistungen, wie z. B. Waisenrenten oder Kindergeldzuschläge beim Gehalt.
Am 11. März 2006 fand im Bundestag eine Debatte über das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) statt. Die Linkspartei hatte einen Antrag zur Novellierung des BAföG gestellt, um eine Anpassung der Bedarfssätze und Freibetrage gemäß der inflationären Entwicklung zu erwirken - eine solche hatte es seit 2002 nicht mehr gegeben. Gegenstand des Antrages war auch eine Ausweitung des BAföG, welche insbesondere von der CDU abgelehnt wird. Bezugspunkte der Debatte waren die Rahmenbedingungen des BAföG, die Studiengebühren und das zunehmend leistungsorientierte Bildungssystem thematisierten. Auch die Einführung von Studienkrediten wurde kontrovers diskutiert. Kritiker befürchten dadurch werde die Abschaffung des BAföG vorangetrieben, womit sich die Bildungschancen von Personen aus sogenannten bildungsfernen Schichten weiter verschlechtern.
Die Bundesregierung plant die Kürzung der Bezugsdauer beim Kindergeld von heute 27 auf 25 Jahre. Das Kindergeld stellt eine wesentliche Finanzstütze für Studierende dar; eine Kürzung der Altershöchstgrenze wird daher massive Auswirkungen auf die Studienfinanzierung haben und zusätzlich studienverlängernd wirken.
Mit den Team-Seiten könnt ihr auch Pads erstellen, die im Team sichtbar sind. Außerdem könnt ihr mit den Team-Seiten eure alten Pads im Blick behalten!
Mit der Software Mumble und einem Headset könnt ihr Gespräche ähnlich wie Telefonkonferenzen führen. Die Software könnt ihr euch hier herunterladen: http://mumble.sourceforge.net/